Alpin Team obere Ruhr

Diemelsteig

Im Mai 2018 waren die 63 km und 1697 hm des Diemelsteigs bei bestem Wanderwetter unser Ziel. Vorgeschlagen wird er als Dreitagestour, wir machten ihn aber problemlos in 2 Tagen im Uhrzeigersinn und ausnahmsweise mal mit Übernachtung in einer Pension anstatt Zelt. Wobei die Unterkünfte wie auch die Gastromonie auf weiten Strecken des Steigs Mangelware sind. Bedenkt man beispielsweise, dass die Eigner der einzigen beiden Übernachtungsmöglichkeiten in Schweinsbühl schon über 70 bzw. 75 Jahre und ohne Nachfolger sind, werden für viele Wanderer Touren auf dem Steig bald nur noch mit Shuttledienst von einem zentralen Ort aus möglich sein. Auf weiten Teilen des Steiges muss auch die Verpflegung selber mitgeschleppt werden. Der Steig wird überwiegend um die Ortschaften herumgeführt und selbst wenn man sich wie wir die Mühe macht, zwecks Einkehr hinein zu laufen, so macht man es oft vergeblich. Die Beschilderung war tadellos, lediglich einmal haben wir einen Abzweig verpasst, als wir ein wenig unkonzentriert waren. Hervorzuheben sind neben den vielen naturbelassenen Wegen die häufigen fantastischen Aussichten, weil man viel durch Feld und Flur anstatt im Wald unterwegs ist. An Stelle des üblichen Parkplatzes am Haus des Gastes in Diemelsee-Heringhausen starten wir unsere zweitägige Wanderung direkt am Steigeinstieg Parkplatz Florenbicke am Ortsrand. So entgeht uns zwar die im 11. Jahrhundert erbaute Wehrkirche St. Barbara, wo auch Götz von Berlingen sein Unwesen trieb, aber wir können gleich "richtig" einsteigen.

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Vom Parkplatz geht es gleich zackig den Anstieg zur St-Muffert-Klippe mit ihrer Schutzhütte hinauf, wo sich auf fast 600 m ein unvergleichlicher Blick auf beide nach ihren speisenden Bächen benannten Hauptarmen des Sees Itterarm und Diemelarm bietet.

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Von der Muffert-Klippe wandern wir um den Eisenberg und wenig später führt uns der Weg zunächst am Waldrand entlang und dann in die freie Flur in Richtung Rhenegge. Eine kleine Schutzhütte lädt zum Verweilen ein und gibt einen herrlichen Blick auf Adorf frei.

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Über einen Feldweg gelangen wir talwärts bis zum Bächlein Rhene, wo der Weg eine scharfe Kehre macht. Weiter geht es längs des Mühlengrabens zur Rhenegger Mühle, welche noch heute Strom mit einer Wasserturbine erzeugt.

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Wir überqueren die Landstraße und wandern Richtung Besucherbergwerk Grube „Christiane“.

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Kurz darauf verlassen wir das Tal Richtung Martenberger Klippe und es geht hinab nach Adorf.

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Hinaus aus Adorf folgen wir dem Bächlein Bicke über den Eselspfad immer am Waldrand entlang Richtung Wirmighausen.

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Hinter Wirminghausen geht es berauf ein Stück Richtung Rottenberg ( 500 m ) und dann zum Lenkenberg ( 513 m ). Nun wechselt unsere Marschrichtung um rund 90 Grad und wir wandern ein Stück parallel zur Aartalstraße bis es nach einem weiteren Richtungswechsel längs des Eichenlied ( 532 m ) geht. Auf den nächsten Metern ändert sich die Richtung noch einige Male und wir gelangen durch die Felder nach Flechtdorf mit seiner zweitürmigen Basilika.

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Da wir Flechtdorf umrunden, tangieren wir den Ort nur leicht bei 2 Teichen, werfen eine Blick auf die Basilika und das Kloster bevor es wieder in die Feldflur geht.

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Auf einem schönem Grasweg am Wald entlang verlassen wir Flechtdorf leicht ansteigend und werfen noch einmal einen Blick zurück.

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Wir wandern Richtung Widdehagen ( 634 m ) und genießen immer wieder schöne Aussichten

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Nahe der Rhenequelle führt der Weg ein kurzes Stück über die K68. Weiter geht es durch ein Wäldchen und schon eröffnet sich der Blick auf unser Etappenziel Schweinsbühl.

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Da wir unsere Wanderung recht kurzfrisig beschlossen hatten und der einzige Gasthof im Ort bereits ausgebucht war, hatten wir Glück in der einzigen Pension des Ortes das letzte Zimmer zu bekommen. So standen wir zu Öffnung des Gasthofs um 17.00 Uhr bereits fertig geduscht und hungrig davor, während die dort übernachtenden Wanderer noch im Schatten auf die Öffnung warteten. Bei einem sehr leckeren Abendessen lernten wir neben jenen, welche uns unterwegs bereits begegnet waren, viele andere Wanderer kennen, so dass wir einen kurzweiligen Abend dort verbrachten. Handyempfang gab es dort übrigens nur mit Kennwort und wenn nicht zu viele im Netz waren ;-)

Ausgeschlafen und gut gestärkt geht es am nächsten Morgen wieder auf den Wanderweg.

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Blick auf den Hamesbeutel ( 508 m ), welchen es halb zu umrunden gilt, bevor wir Deisfeld erreichen

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In Deisfeld treffen wir auf die junge Diemel.

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Auf den nächsten 2 km folgen wir der Diemel bis zur Speier-Mühle und weiter nach Hemminghausen, wo der Uplandsteig uns für einige Kilometer begleitet .

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Bergan führt nun der gemeinsame Steig zwischen Ölkesberg ( 546 m ) und Dietrichsberg ( 522 m ) zur Schützhütte am Niegelscheid ( 581 m ).

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Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick auf den Diemelsee in der Ferne.

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Weiter geht es am Hang der Hohen Egge ( 605 m ) entlang. Immer wieder bieten sich wunderbare Fernsichten, da wir überwiegend zwischen Feldern und Wiesen unterwegs sind.

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Zwischen Espede und Kuckels-Berg geht es hindurch. Wir queren die K63 und es geht auf Asphalt weiter Richtung Dommelhöfe ( 635 m ), wo wir eine Bank mit herrlicher Aussicht zum Rasten finden.

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Natürlich lassen wir uns den Dommel ( 738 m ) mit seinem Dommelturm nicht entgehen und verlassen den Diemelsteig um den steilen Pfad zur Dommel zu erklimmen

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Auf dem Turm haben wir einem einmaligen Rundblick hinein ins Sauerland und ins Waldecker Land.

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Zurück an den Dommelhöfen trennen sich auch Diemel- und Uplandsteig. Wir wandern weiter in nördlicher Richtung zwischen rechts dem Koppen ( 715 m ) und links dem Schlößchen ( 683 m ) vorbei an der Schutzhütte am „Wiggenknochen“. Wir biegen dann rechts ab in Richtung Stormbruch und wandern oberhalb des Ortes Richtung Große Eschenseite ( 520 m ) und dann ins Tal der Itter, wo wir die Diemelsee-Randstraße überqueren.

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Weiter geht es in die Laubwälder oberhalb von Kotthausen und dann parallel zum Itterarm am Hang entlang, von wo wir immer wieder schöne Ausblicke auf den See haben.

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Kurz bevor wir nahe der Staumauer an den See kommen um der Uferpromenade bis zur Staumauer zu folgen, geht es noch einmal auf einen Trampelpfad

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An der Staumauer angekommen geht es über einen Zick-Zack-Weg hinab an den Mauerfuß auf der Luftseite wo sich das Kraftwerk befindet.

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An der Diemel entlang wandern wir bis zum kleinen Sperrwerk, von wo der steile Anstieg auf den Weiherdamm mit Blick auf das Kraftwerkgebäude und die Staumauer führt.

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Belohnt für den kräftigen Anstieg so kurz vor Ende des Diemelsteigs werden wir durch die Aussichtspunkte Staumauer auf 498 m, Diemeltalsperre auf 522 m und Gipfelblick auf 558 m ). Vom Eisenberg-Gipfel, dem höchsten Berg der Stadt Marsberg mit 595 m, führt die Wanderung durch den Buchenwald, vorbei an historischen Landesgrenzsteinen hinab zu unserem Startpunkt.

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